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Ergebnisse aus der "Erstverbreitung der Varroamilben" in Hawaii

20.06.2012

Wer die Tage die Medienlandschaft verfolgt, stolpert immer wieder über Berichte zur Ausbreitung der Varroa Milbe auf Hawaii. Leider sind diese Berichte oft geprägt von mangelnder Recherche und Sachkenntnis.

Wer eine gute journalistische Arbeit einsehen möchte, schaue oder höre sich den unten verlinkten Bericht vom Deutschlandfunk an, der den Sachverhalt sehr gut aufgearbeitet hat.

Die Varroa Milbe ist erstmalig im Jahre 2007 in den Honigbienenvölkern auf Hawaii aufgefunden worden. Dies Möglichkeit nutzten einige Wissenschaftler um die Ausbreitung der Milbe und deren Auswirkung auf die Honigbienen zu untersuchen. Deren Ergebnisse zeigen auf, daß das Flügeldeformationsvirus (DWV) durch die unkontrollierte Vermehrung der Varroa Milbe, in kurzer Zeit zur Selektion eines sehr gefährlichen Stammes des DWV führte. Der bis dahin in vielen Stämmen vorkommende, meist harmlose DMV Virus, reduzierte sich bis heute in Hawaii hauptsächlich auf diesen gefährlichen Stamm. Dieser Stamm hat die Fähigkeit, durch eine gigantische Vervielfachung der Viren, die Viruslast so zu steigern, daß dies zu klinischen Symptomen führt. Inwieweit diese Ergebnisse auch auf Europa übertragbar sind, ist noch offen.

Alleine die Tatsache, daß der Flügeldeformationsvirus (DWV) durch unkontrollierten Varroa Befall zu starker Schädigiung der Völker führt, ist nichts Neues. Dies wurde sogar schon im Juni 2006 in einem Kurs zum Thema "Bienenkrankheiten" der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim vermittelt. Mit solchen oder ähnlich Schlagzeilen berichten jedoch der Spiegel und andere Redaktionen am Kern der wissenschaftlichen Untersuchung vorbei.

Siehe folgende Artikel:
• "Radiobeitrag - Gefährliches Duo" - sehr guter Beitrag des Deutschlandfunks
• "Gefährliches Duo" - sehr guter Bericht des Deutschlandfunks
• "Bienenkrankheiten" - Kurs aus 2006 der Universität Hohenheim
• "Massentod" - Beispiel einer schlechten Spielgel Berichterstattung

Global Honey Bee Viral Landscape Altered by a Parasitic Mite



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